Olympisches Taekwondo ist die am häufigsten ausgeübte Kampfsportart der Welt. Während des Wettkampfs müssen die Teilnehmer einen Kopf- und Körperschutz tragen. Punkte werden auf zwei Arten erzielt: Durch Schläge mit der Faust auf die Brust des Gegners (Schläge mit der Hand auf den Hals oder das Gesicht sind nicht erlaubt) oder durch Tritte gegen den Körper oder den Kopf. Dabei ist es verboten, unter die Gürtellinie des Gegners zu schlagen oder ihn weiter anzugreifen, wenn er zu Boden gegangen ist.
Bei der FTW wurde die Abteilung von zwei Sportwissenschaftlern und Trainern zweier verschiedener Kampfsportarten gegründet: Von Christoph Ritz (Muay Thai) und Carlos Granados (Taekwondo) im Mai 2010.
Beide Trainer unterstützten sich gegenseitig bei Projekten zur kulturellen Integration durch Sport und zur Gewaltprävention durch Kampfsport. Nach einigen Jahren beschloss Christoph Ritz, sich zu trennen und sein eigenes Fitnessstudio zu eröffnen. Diese Entscheidung hatte jedoch keinen Einfluss auf die guten Beziehungen zwischen den beiden Trainern und die Beziehung zwischen Ritz und der FTW. Seitdem ist Carlos Granados alleiniger Abteilungsleiter des FTW-Taekwondo-Teams. Er führt Wettkämpfer zu Meisterschaften im In- und Ausland (wie Mark Außenhofer, der 2015 die nationale Meisterschaft in Costa Rica gewann) und vertritt die Gruppe als Kampfrichter bei verschiedenen Seminaren und Meisterschaften in Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Carlos Granados wurde in Costa Rica geboren und lebt seit 2003 in Deutschland. Er begann 1979 mit dem Taekwondo-Training in der Schule seines Vaters Carlos Granados Senior. Carlos Granados Junior war Landesmeister und Kämpfer der costa-ricanischen Nationalmannschaft. Er hat den schwarzen Gürtel 5. Dan Kukkiwon. Er arbeitete fast 20 Jahre als Bundeskampfrichter der Bayerischen und der Deutschen Taekwondo-Union und 10 Jahre als Internationaler Taekwondo-Kampfrichter für die World Taekwondo-Federation. Er gründete Taekwondo-Gruppen in Dettelbach und Zellingen und leitete Gruppen in Kitzingen und Veitshöchheim. Er war Trainer bei der TG Würzburg und beim Würzburger Uni-Sport. Sein Vater Carlos Granados Senior besucht alle zwei Jahre immer noch Deutschland und leitet dann mehrere Trainingstage bei der FTW.
Die Taekwondo-Abteilung umfasst derzeit 30 aktive Sportler und wird von vier Übungsleitern trainiert: Carlos Granados, Yandelier Buck (Haupttrainer), Franziska Noll und Sayed Shahzad (als Vertretung). Die Abteilung schloss sich an die Bayerische und Deutsche Taekwondo-Union (BLSV und WT) an.
Aufgrund seiner weltweiten Popularität dient Taekwondo bei der FTW auch als Integrationsmaßnahme für Flüchtlinge, die wegen der vielen Kriege und Krisen nach Deutschland kommen und diese Kampfsportart in ihren Heimatländern bereits praktiziert haben.
Neben diesem multikulturellen integrativen Aspekt bietet unsere Abteilung aber auch eine Aktivität zur Förderung des Zusammenlebens in der Familie an: Während des Trainings haben die Eltern die Möglichkeit, die Techniken mit anderen Eltern oder mit ihren eigenen Kindern zu üben.
Die Trainingstage sind dienstags und donnerstags: Von 18:00-19:00 Uhr ist das Familientraining und von 19:00-20:30 Uhr bieten wir ein Training nur für Erwachsene an.
Kontakt: Trainer Carlos Granados: 0176 – 29 36 98 32